


"Eigentlich ist mein Hund ganz lieb und hat alle Grundkommandos gelernt. Aber…"
Meist tut ein Hund, was er tut, weil es seinem Wesen entspricht oder es ihm einfach Spaß macht.
Und das obwohl er doch ausgebildet ist und Sitz, Platz, Fuß und andere Grundkommandos gelernt hat.
Das Verhalten, das wir von einem wohl erzogenen Hund erwarten, setzt mehr voraus, als sich - mit und ohne Leckerli - auf Kommando hinzulegen.
Der Hund muss gelernt haben, mit Frustration umzugehen und sich in bestimmten Situationen zurück zu halten.
Wenn ein Hund nur zu gerne dem Jogger hinterher hetzen möchte, muss ich als Halter dem Hund verständlich machen, dass ich will, dass er das lässt.
Das meine ich dann wirklich ernst.
Wenn ich das dem Hund auf angemessene Weise verständlich machen kann, bin ich in seinen Augen auch glaubwürdig.
Erziehung ist ein ganz individueller Prozess, bei dem es durchaus zu Konflikten kommen mag. So werden soziale Tugenden ausgebildet, die den Hund gesellschaftsfähig
machen.
Ich muss keine Bedenken haben, dass mein Hund mich nicht mehr liebt, wenn ich ihm etwas verbiete, ihn einschränke und ihm nicht jeden Wunsch von den Augen ablese.
Hunde brauchen nicht nur Zuwendung und Versorgung, sondern auch Sicherheit. Das setzt glaubhafte Führung voraus und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen
und sie durchzusetzen. Mein Hund möchte sich darauf verlassen können, dass ich in der Lage bin, Probleme für ihn zu lösen und Gefahren abzuwenden.
Das erspart ihm Stress und lässt ihn entspannt.
Der erzogene Hund genießt Freiheiten, von denen manch anderer Hund nur träumen kann.
